Festo

Drei Fragen an...

Dr. Oliver Jung

Er ist seit 2018 Vorstandsvorsitzender der Festo SE & Co. KG und wir sind mit ihm im Gespräch über das Thema „Auf dem Weg zur Klimaneutralität – Nachhaltigkeit bei Festo, bereits ab Anfang 2023 CO2-neutral“.

Welchen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit bei Festo?

Automatisierung ist ein Enabler für den industriellen Wandel hin zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Mit seinen Produkten und Lösungen trägt Festo dazu bei, eine ressourcenschonende Produktion zu ermöglichen und hilft, eine Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu etablieren – mit dem klaren Ziel, CO2-Emissionen zu reduzieren.

Festo wird in den nächsten zwei Jahren seinen CO2-Fußabdruck massiv verringern. Im Ergebnis werden bereits ab Anfang 2023 alle unsere Produktions- und Logistikstandorte weltweit sowie die deutschen Vertriebsstandorte und die Unternehmenszentrale in Esslingen CO2-neutral sein.

Festo hat seine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entlang der Strategischen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen ausgerichtet. Dabei werden die Scope3-Emissionen eine immer wichtigere Rolle spielen. Hier werden Emissionen durch Einkauf und Logistik auf der einen Seite und die Nutzung der Produkte bei den Kunden auf der anderen Seite betrachtet. Im jährlich erscheinenden Nachhaltigkeits-Bericht dokumentiert Festo seine globale Verantwortung an zahlreichen Beispielen und informiert über seine nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Festo leistet an vielen Stellen einen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit und visualisiert diesen in der „Blue World“. Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, wie Automatisierungstechnik die Versorgung der Weltbevölkerung einerseits und den Schutz unserer natürlichen Ressourcen sowie eine klimaneutrale Produktion andererseits in ein Gleichgewicht bringen kann.

Mit der Blue World wird veranschaulicht, wie Festo eine Transformation der industriellen Produktion in eine effiziente und klimaschonendere Art der Herstellung anstrebt. Der Technologieäquator steht für die heutigen und zukünftigen Technologiefelder.

Was sind die Innovationen als Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit?

Unsere Kunden nehmen uns zunehmend als Partner in diesem Prozess wahr. Gemeinsam mit uns können sie den Wandel der Industrie vorantreiben. Innovationen sind dabei der Schlüssel. Festo hat große Fortschritte bei wichtigen Neuheiten gemacht, wie der digitalen und intelligenten Pneumatik, Automatisierungsplattformen und Konzepten zur Energieeinsparung bei der Pneumatik.

Zudem hat Festo den weltweit ersten pneumatischen Cobot auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt. Festo hat 2021 rund 7 % in Forschung und Entwicklung investiert.

Wie wichtig ist Lernen als ein Element einer nachhaltigen Entwicklung?

Als Lösungsanbieter für techni-sche Aus- und Weiterbildung vermittelt Festo Didactic Fähigkeiten und Fertigkeiten, um die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern und die Zukunft im Sinne der kommenden Generationen zu gestalten.

Auch im eigenen Unternehmen legt Festo großen Wert auf eine starke Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus entwickelt Festo Didactic Lerninhalte und Lernumgebungen für neue Ausbildungsberufe, basierend auf den steigenden Anforderungen in den Bereichen IT, KI, Data Science oder Nachhaltigkeit. Den nächsten Entwicklungsschub für die industrielle Produktion siehtFesto in dem Wandel in Richtung einer konsequenten Kreislaufwirtschaft. Dieser Wandel birgt ein enormes Wachstumspotenzial und bewahrt gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen.

In der Natur gibt es keinen Abfall und keine Verschwendung, wir müssen nur lernen, diese Prinzipien auf unser Wirtschaften zu übertragen. Deshalb arbeiten wir im Rahmen unseres Bionic Learning Network mit dem Projekt „PhotoBionicCell“ daran, diese Prinzipien auf die Automatisierung zu übertragen.

Kontakt:
seminare@festo.com I training.festo-didactic.com